Wie das Register zu lesen ist.

Während der Arbeit an den Clustern wurde mir deutlich, dass die Themen, welche von den Jugendlichen durch Jahrzehnte immer wieder bearbeitet worden sind, notwendigerweise eine vertiefte Reflexion erforderten.  Durch den Blick auf das empirische Bildmaterial stellten sich mir hierfür Probleme, die in den Erziehungswissenschaften und der Ästhetik schon vielfältig bearbeitet wurden. Meine Beschäftigung mit ästhetischen Theorien beeinflusste so rückwirkend die Ausarbeitung der Publikation sowie die Qualität des weiterlaufenden Unterrichts. Beschreibungen und eine eigenständige visuelle Darstellung des empirischen Bild-Materials sollten aber im Buch so knapp als möglich gehalten sein. Mein Lektor Ulrich Kaiser gab den Ratschlag zu einem Reader oder Register, welches man später ergänzen könnte, damit theoretischer „Überbau“ die Praxisbeispiele nicht überwuchert. Meine Erfahrung in der laufenden Arbeit war es, dass die Beschäftigung mit der Literatur für das praktische Tun im Alltag ebenso eine Quelle der künstlerischen Tätigkeit war und so das Leben der Praxis förderte.

Rechts aufgeführte Verweise ergänze ich durch Zitate und Spuren aus Lektüren, die zur Vertiefung in die verzweigten Themen der Cluster einladen. Besonders der innere Zusammenhang der Motive: Identität, Imagination, Embodiment, Farbe und Installation soll dabei angedeutet werden. Grundsätzlich lehnen sich die Einträge im Register an die Literatur zum aktuellen Stand der Forschung an. Texte zur “Künstlerischen Forschung” erkunden ein Denken, welches der Ästhetik angemessen ist. Eine Form der Erkenntnis, die ausgehend von der Singularität künstlerischer Tätigkeit rezeptiv wie produktiv danach fragt, wie denken über und mit der Kunst überhaupt angemessen vermittelt werden kann. Künstlerisches Tun erfordert, zumindest im Feld Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, ein der Philosophie nahestehendes Denken über, mit und durch Kunst. So erhoffe ich mir anhand der Einträge im Register mehr Transparenz im Hinblick auf die Verbindung von Theorie und Praxis. Es handelt sich um kein „orthodoxes“ Register, in Form einer faktischen Aneinanderreihung von theoretischen Inhalten, die in der Publikation keinen Platz gefunden haben, sondern vielmehr um einen weiterführenden Hypertext zu kunstpädagogischen Fragestellungen. Grundsätzlich befrage ich alle Einträge in Bezug auf die inhaltliche Verbindung der Cluster-Themen unter folgender Perspektive: Wie entsteht die Wirklichkeit ästhetischer Erfahrungen und wie entfaltet sich künstlerisches Denken? Zunächst in einem Online-Register, um die Verweise im Buch einzulösen. Es finden sich, neben „lexikalischen“ Textspuren bis zum aktualisierten Blog-Format für die Lesbarkeit im Medium Internet, ebenso einige längere Passagen. Die Vollversion kann jeweils über einen Link eingesehen werden. (Bislang siehe Cluster I  und III lektoriert als Konzeptpapier, das Register unterliegt fortwährender Umarbeitung)
                                        



Verweise aus der Publikation zu den Registern sind unten mit Seitenzahl aufgelistet.  Die Einträge befinden sich im kontinuierlichen Aufbau. Bereits unterstrichene Worte leiten zu den Beiträgen! Cluster I und III wurden lektoriert. Es finden sich allerdings auch Links zu konzeptuellen Entwürfen, die sich lediglich als tagebuchartige Notizen verstehen. Bis Sommer 2024 sollten alle Einträge ins Register I-V dann soweit lektoriert als Konzept vorliegen. Als Ergänzungsband ist ein “Book of Demand” gepant, welches den publizierten Band zur Praxis “Mit dem Leben verbinden” als theoretischer Hintergrund ergänzt.

Cluster I Identität


S. 14   Körperliche Gestalt / Kohärenz mit dem Leben 
S. 20.  Beuys, Buschkühle, Künstlerisches Denken                 
S. 25.  Performativität, Bilderinszenierungen 
S. 28.  Nachahmung, Mimesis                       
S. 29  Novalis / Kunst der Ich-Werdung, Widerstreit im Ich                                                  

Cluster II Embodiment

S.70  Lebenssinn, Gespür, Passung «Felt Sense»                                             
S.71.   Pathosformeln von Aby Warburg.                                                               
S.72.  Phänomenologische Leibphilosophie (EC-Embodiment Cognition) 
S.206 M. Ponty Körper und Leib in ästhetischen Prozessen
Performativität in sozialen Prozessen / Theater                                              


Cluster III Imagination 
                     
S. 114  Imagination                             
S. 112  Benjamin dialektisches Bild
S. 150 Lebensinn-Imagination                   


Cluster IV Farbe

S. 151 Sinnessymbiontik
S. 152 Farbe Denken

Cluster V Architektur, Objekt Trouve

S. 196 Installation, Wunderkammer